Letzten Herbst saß ich abends im Garten, als der Strom im ganzen Viertel ausfiel. Kein Licht im Haus, keine Außensteckdose, nichts. Ich hatte zwar ein paar *Solarleuchten am Weg stehen, aber die reichten gerade mal für schwaches Orientierungslicht. An einen ganzen Abend draußen war nicht zu denken. Seitdem habe ich mein System komplett überarbeitet – und getestet, was bei Stromausfall im Garten wirklich funktioniert. In diesem Artikel erfährst du, wie du Licht ohne Steckdose im Garten planst, welche Lichtquellen du kombinieren solltest und wie du dein Setup auch im Winter oder bei längeren Ausfällen zuverlässig am Laufen hältst.
Inhaltsverzeichnis
Warum eine einzelne Lichtquelle im Garten nicht reicht

Viele denken, ein paar *Solarleuchten am Weg oder eine Campinglampe im Schuppen würden ausreichen. Das Problem: Jede Lichtquelle hat ihre Schwächen. *Solarleuchten laden im Winter kaum, Kerzen gehen bei Wind aus, Akkuleuchten sind irgendwann leer, wenn du sie nicht regelmäßig auflädst. Ich habe alle drei Fehler gemacht.
Ein funktionierendes System für Gartenbeleuchtung ohne Steckdose kombiniert deshalb mehrere Technologien: Solar für die Grundbeleuchtung im Sommer, Akkuleuchten für flexibles Licht dort, wo du es brauchst, und Kerzen oder Gaslampen als Reserve für längere Abende. Dazu kommt eine Stirnlampe, damit du beide Hände frei hast, wenn du im Dunkeln etwas holen oder nachschauen musst. Das klingt nach Aufwand, ist aber einmal aufgebaut schnell griffbereit.
Welche Lichtquellen für den Garten ohne Strom sinnvoll sind

Ich habe verschiedene Setups ausprobiert und zeige dir hier, was sich in der Praxis bewährt hat. Du brauchst keine teure Hightech-Lösung, aber ein paar durchdachte Basics.
*Solarleuchten sind im Sommer unschlagbar: Sie laden tagsüber, schalten sich automatisch ein und geben dir stundenlang Orientierungslicht entlang von Wegen oder am Sitzplatz. Achte auf Modelle mit austauschbaren Akkus und mindestens IP44 für draußen. Im Winter sinkt die Leistung allerdings stark, weil die Tage kurz und oft grau sind. Dann liefern sie dir vielleicht noch eine Stunde schwaches Licht – besser als nichts, aber kein Ersatz für ein volles Setup.
Akkuleuchten sind meine erste Wahl für gezieltes Licht auf der Terrasse oder am Tisch. Moderne LED-Akkuleuchten halten bei mittlerer Helligkeit vier bis acht Stunden durch, sind wetterfest und lassen sich über USB aufladen. Ich habe zwei Tischleuchten und eine größere Standleuchte, die ich je nach Bedarf platziere. Wichtig: Lade sie alle drei Monate nach, auch wenn du sie nicht benutzt. Sonst stehen sie im Ernstfall leer da.
Kerzen und Laternen bringen Wärme ins Setting und funktionieren bei jedem Wetter – solange sie windgeschützt stehen. Ich nutze zwei Sturmkerzen in schweren Windlichtern aus Glas und Metall. Die stehen sicher, kippen nicht um und geben mehrere Stunden Licht. Achte auf genug Abstand zu trockenen Pflanzen, Holz oder Textilien. Im Sommer bei Trockenheit sind offene Flammen im Garten immer ein Risiko. Dann greife ich lieber zur Akkuleuchte.
Eine Stirnlampe gehört in jeden Garten-Blackout-Koffer. Sie kostet wenig, ist sofort einsatzbereit und lässt dir beide Hände frei – zum Beispiel, wenn du im Gartenhaus etwas suchst oder den Grill anzünden willst. Ich habe eine mit drei Helligkeitsstufen und rotem Nachtmodus, damit ich nachts nicht geblendet werde.
Für längere Stromausfälle oder wenn du wirklich autark sein willst, lohnt sich eine Campinglampe mit LED und Batteriebetrieb. Die gibt es schon ab 20 Euro, viele Modelle haben auch eine Powerbank-Funktion zum Handy-Laden. Eine kleine Gaslampe ist eine Alternative, bringt aber zusätzliche Sicherheitsanforderungen mit sich: gut belüftet lagern, nicht im geschlossenen Gartenhaus betreiben, Kohlenmonoxid-Gefahr beachten.
So stellst du dir einen Garten-Blackout-Koffer zusammen
Ich lagere meine Notfallbeleuchtung Haus und Garten in einer robusten Transportbox im Gartenhaus. Alles an einem Ort, beschriftet, sofort griffbereit. Das spart im Ernstfall Nerven und Zeit. Hier ist meine Grundausstattung für eine Person bis kleine Familie:
Drei aufgeladene Akkuleuchten (zwei für den Tisch, eine als Standleuchte für den Weg oder die Ecke unter dem Sonnenschirm). Dazu eine Stirnlampe mit frischen Batterien oder vollgeladenem Akku. Zwei Sturmkerzen in Windlichtern plus ein Feuerzeug und Streichhölzer in einer wasserdichten Dose. Eine Campinglampe mit Ersatzbatterien. Optional: eine kleine Powerbank, falls du dein Handy laden willst, und ein USB-Kabel für die Akkuleuchten.
Wenn du einen großen Garten hast oder öfter mit mehreren Leuten draußen sitzt, verdoppelst du die Stückzahl. Ich habe für unseren 80-Quadratmeter-Garten mit Terrasse und Sitzecke insgesamt fünf Lichtquellen im Einsatz: drei Akkuleuchten, zwei Windlichter, eine Stirnlampe. Das reicht für vier bis sechs Stunden entspanntes Licht.
Zusätzlich habe ich entlang des Hauptwegs vier Solar-Wegeleuchten stehen. Die gehören nicht in die Box, weil sie dauerhaft draußen sind. Aber sie sind Teil des Systems und geben mir im Sommer die Grundbeleuchtung, ohne dass ich etwas tun muss.
Licht im Garten ohne Strom: Praktische Setups für verschiedene Situationen

Ein Sommerabend mit Freunden sieht anders aus als ein Herbststurm oder ein mehrtägiger Winterausfall. Ich plane meine Stromausfall Beleuchtung Garten deshalb in drei Stufen.
Stufe 1 ist der kurze Ausfall an einem Sommerabend, zwei bis vier Stunden. Hier reichen Solar-Wegeleuchten plus zwei Akkuleuchten auf dem Tisch. Dazu ein Windlicht mit Kerze für die Stimmung. Kein Stress, kein Aufwand, alles läuft von selbst.
Stufe 2 ist der längere Ausfall im Herbst oder Winter, vier bis acht Stunden. Jetzt brauche ich mehr Lichtquellen, weil die *Solarleuchten Garten Stromausfall nur schwach leuchten. Ich stelle drei Akkuleuchten auf (Tisch, Weg, Sitzecke), dazu zwei Windlichter und die Campinglampe als Reserve. Die Stirnlampe trage ich am Körper, falls ich ins Haus oder ins Gartenhaus muss. Bei Minusgraden lagere ich Akkuleuchten nach dem Gebrauch drinnen, weil Kälte die Leistung mindert.
Stufe 3 ist der mehrtägige Ausfall, bei dem ich gezielt Energie sparen muss. Dann nutze ich nur noch eine Akkuleuchte auf dem Tisch, eine Stirnlampe und Kerzen. Die anderen Leuchten bleiben aus oder werden nur punktuell eingesetzt. Hier kommt es darauf an, die Akkulaufzeit zu strecken und Batterien zu schonen. Solar hilft im Sommer tagsüber beim Nachladen, im Winter ist das kaum möglich.
Sicherheit im Garten bei Stromausfall: Worauf du achten solltest
Offenes Feuer im Garten ist im Sommer bei Trockenheit ein echtes Risiko. Ich stelle Kerzen deshalb nur auf feste, ebene Unterlagen aus Metall, Stein oder Keramik – niemals auf Holztische ohne Unterlage. Abstand zu Pflanzen, Vorhängen, Sonnenschirmen mindestens einen Meter. Bei Wind über Windstärke 3 verzichte ich komplett auf Kerzen und setze nur auf Akkuleuchten oder die Campinglampe.
Gaslampen oder Grills niemals in geschlossenen Räumen betreiben, auch nicht im Gartenhaus. Kohlenmonoxid ist geruchlos und tödlich. Wenn du mit Gas arbeitest, nur draußen unter freiem Himmel oder in gut durchlüfteten Bereichen.
Stolperfallen vermeidest du, indem du Wege und Stufen gezielt ausleuchtest. Solar-Wegeleuchten sind hier ideal, weil sie automatisch angehen und niemand über Kabel stolpert. Bei Akkuleuchten achte ich darauf, dass sie stabil stehen und nicht umkippen können. Kinder und Haustiere immer im Blick behalten, wenn offenes Feuer brennt.
Ein letzter Punkt: Denk an die Nachbarn. Blendende Scheinwerfer oder schlecht platzierte Leuchten stören schnell. Ich setze auf warmes, indirektes Licht und richte meine Leuchten so aus, dass sie nach unten oder zur Seite strahlen, nicht direkt über den Zaun.
Wartung und Routine: So bleibt dein System einsatzbereit

Der beste Plan bringt nichts, wenn die Akkus leer sind, die Kerzen aufgebraucht oder die Batterien ausgelaufen. Ich habe mir eine einfache Quartalsroutine eingerichtet, die mich fünf Minuten kostet.
Alle drei Monate checke ich: Akkuleuchten aufladen, auch wenn ich sie nicht benutzt habe. Batterien in Stirnlampe und Campinglampe prüfen oder tauschen. Kerzenvorrat kontrollieren – ich halte immer zwei Ersatz-Sturmkerzen im Schuppen. Feuerzeug und Streichhölzer auf Funktion testen. Solar-Wegeleuchten reinigen, weil Schmutz und Spinnweben die Solarpanels abdecken und die Ladung verschlechtern.
Im Winter lagere ich Akkuleuchten nach Gebrauch im Haus, weil Frost die Akkuleistung reduziert. *Solarleuchten lasse ich draußen, stelle sie aber an die sonnigste Stelle im Garten, auch wenn das nicht die perfekte Designposition ist. Bei Schnee wische ich die Panels frei, damit sie überhaupt noch laden können.
Kosten und Budget: Was ein solides Setup kostet
Du brauchst kein Vermögen, um Licht ohne Steckdose im Garten zu haben. Mein Basis-Setup hat mich etwa 120 Euro gekostet: drei einfache Akku-Tischleuchten für je 25 Euro, eine Stirnlampe für 15 Euro, zwei Windlichter mit Kerzen für 20 Euro, eine Campinglampe für 20 Euro, vier Solar-Wegeleuchten für insgesamt 40 Euro. Dazu kommen Verbrauchsmaterialien wie Ersatzkerzen und Batterien, aber die halten lange.
Wenn du mehr Budget hast, kannst du in hochwertigere Akkuleuchten investieren (50 bis 100 Euro pro Stück), die länger halten, schöner aussehen und mehr Lumen liefern. Oder du ergänzt eine kleine Powerstation für 200 bis 400 Euro, die mehrere Geräte gleichzeitig lädt und auch bei mehrtägigen Ausfällen durchhält. Aber für den Anfang reicht die Basisversion absolut.
FAQ
Wie lange halten Akkuleuchten bei Stromausfall im Garten?
Die meisten LED-Akkuleuchten laufen bei mittlerer Helligkeit vier bis acht Stunden. Hochwertige Modelle schaffen auch zehn bis zwölf Stunden. Achte auf die Lumen-Angabe und den Akku-Typ. Je höher die Helligkeit, desto kürzer die Laufzeit. Im Winter reduziert Kälte die Leistung um bis zu 30 Prozent.
Funktionieren Solarleuchten im Winter überhaupt?
Ja, aber mit deutlich weniger Leistung. An grauen Wintertagen laden sie kaum und leuchten nur ein bis zwei Stunden schwach. An sonnigen Tagen können sie immer noch drei bis vier Stunden liefern. Stelle sie an die sonnigste Stelle und halte die Solarpanels sauber. Als alleinige Lichtquelle im Winter taugen sie nicht, als Ergänzung schon.
Sind Kerzen im Garten bei Stromausfall sicher?
Nur, wenn du sie windgeschützt in stabilen Windlichtern auf feuerfesten Unterlagen platzierst und mindestens einen Meter Abstand zu brennbaren Materialien hältst. Bei starkem Wind oder in trockenen Sommern verzichte ich komplett auf offenes Feuer und nutze Akkuleuchten. Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen lassen.
Wie oft muss ich Akkuleuchten nachladen, wenn ich sie nicht benutze?
Alle drei Monate. Akkus entladen sich auch im Ruhezustand langsam. Wenn du sie ein halbes Jahr liegen lässt, können sie tiefentladen sein und nehmen im schlimmsten Fall keine Ladung mehr an. Eine Quartalsroutine reicht völlig.
Brauche ich eine Powerstation für den Garten?
Nicht zwingend. Für ein bis zwei Abende reichen Akkuleuchten, Solar und Kerzen. Wenn du mehrere Tage autark sein willst oder zusätzlich Handy, Tablet oder einen kleinen Kühlschrank betreiben möchtest, lohnt sich eine Powerstation. Die kostet aber 200 Euro aufwärts. Für reine Beleuchtung ist sie Overkill.
Wie viele Lichtquellen brauche ich für einen 60-Quadratmeter-Garten?
Für einen entspannten Abend: zwei bis drei Akkuleuchten für Tisch und Sitzecke, drei bis vier Solar-Wegeleuchten, ein bis zwei Windlichter, eine Stirnlampe als Reserve. Für größere Gärten oder wenn mehrere Bereiche beleuchtet werden sollen, entsprechend mehr. Ich plane immer eine Lichtquelle mehr ein, als ich denke zu brauchen.
Was ist mit Gaslampen – sind die eine Alternative?
Gaslampen geben sehr helles Licht und laufen stundenlang, bringen aber Risiken mit: offene Flamme, Kohlenmonoxid-Gefahr bei schlechter Belüftung, höherer Wartungsaufwand. Ich nutze sie nur draußen unter freiem Himmel und niemals in geschlossenen Räumen. Für die meisten Gartenabende sind Akkuleuchten die bessere Wahl.
Kann ich normale Camping-Ausrüstung auch im Garten nutzen?
Absolut. Campinglampen, Stirnlampen, Gaskocher – alles, was beim Zelten funktioniert, funktioniert auch bei Stromausfall im Garten. Ich habe meine Campinglampe fest im Garten-Blackout-Koffer, weil sie robust, hell und günstig ist. Achte nur darauf, dass die Geräte wetterfest sind, falls du sie draußen lagerst.
Wie lagere ich meine Notbeleuchtung am besten?
An einem trockenen, frostfreien Ort, idealerweise im Gartenhaus oder Keller. Ich nutze eine beschriftete Transportbox, in der alles komplett ist: Leuchten, Stirnlampe, Kerzen, Feuerzeug, Ersatzbatterien. So habe ich bei Stromausfall nicht fünf verschiedene Schubladen zu durchsuchen, sondern greife einmal zu und bin fertig.
Was mache ich, wenn der Stromausfall länger als eine Woche dauert?
Dann musst du deine Lichtquellen priorisieren: nur noch eine Akkuleuchte auf dem Tisch, Stirnlampe am Körper, Kerzen nur wenn nötig. Solar hilft im Sommer beim Nachladen, im Winter kaum. Eine Powerstation mit Solarpanel wäre dann sinnvoll, aber das ist schon ein größeres Setup. Für private Gärten sind mehrtägige Ausfälle selten – ich plane für maximal drei bis vier Tage.
Fazit
Licht ohne Steckdose im Garten ist keine Raketenwissenschaft, aber es braucht ein durchdachtes System. Eine einzelne Lichtquelle reicht nicht – du kombinierst Solar für die Grundbeleuchtung, Akkuleuchten für flexibles Licht dort, wo du es brauchst, und Kerzen oder Campinglampen als Reserve. Dazu eine Stirnlampe, damit du beide Hände frei hast. Pack alles in eine Box, check alle drei Monate, ob die Akkus geladen sind und die Batterien noch funktionieren. Dann sitzt du beim nächsten Stromausfall entspannt im Garten, statt im Dunkeln zu improvisieren. Wenn du noch tiefer ins Thema einsteigen willst, schau dir meine anderen Artikel zur Krisenvorsorge an – oder teil deine Erfahrungen in den Kommentaren.
Bildquellen
- dunklen Garten: Erde und Ernte
- ausgebreiteten Akkuleuchten: Erde und Ernte
- Offene Transportbox: Erde und Ernte
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