Checkliste vor dem Winter: 5 Punkte, die Geld sparen

Jedes Jahr im November schwöre ich mir: Dieses Mal checke ich alles rechtzeitig. Dann kommt der erste Nachtfrost, die Regentonne platzt, die Heizung macht seltsame Geräusche und die Kfz-Versicherung hat sich stillschweigend verlängert – natürlich zum alten, teuren Tarif. Letztes Jahr hat mich eine vergessene *Regentonne 1.200 Euro Frostschaden gekostet. Seitdem habe ich meine Checkliste vor dem Winter auf fünf klare Punkte reduziert, die ich wirklich konsequent abarbeite. Kein hundertfaches „Das mache ich noch“ mehr, sondern ein strukturiertes System, das Haus, Garten, Technik, Finanzen und Vorräte abdeckt. Der Clou: Jeder Punkt lässt sich in überschaubarer Zeit erledigen und spart dir nicht nur Reparaturkosten, sondern oft auch bares Geld bei Verträgen und Steuern.


Warum eine Checkliste vor dem Winter mehr ist als Hausarbeit

Winterliches Haus mit warmen Fenstern, Schnee im Garten und Rauch aus dem Schornstein als Symbol für einen gut vorbereiteten Winter -Checkliste vor dem Winter

Die meisten Online-Ratgeber überfordern dich mit dreißig Punkten für Haus und Garten, zehn Steuertipps und fünfzehn Versicherungsfristen. Am Ende machst du nichts davon, weil die Liste einfach zu lang ist. Meine Erfahrung: Fünf klar priorisierte Checks funktionieren, weil sie den größten Impact haben und zusammen nur einen halben Tag dauern. Das Prinzip ist simpel – du deckst mit wenig Aufwand die teuersten Risiken ab: Frostschäden, Heizungsausfälle, verpasste Kündigungsfristen, ungenutzte Sparpotenziale und fehlende Notfallvorsorge. Wenn du diese fünf Bereiche vor Dezember erledigst, bist du besser aufgestellt als 90 Prozent der Haushalte.

Der Vorteil gegenüber den klassischen Haus winterfest machen Checklisten: Du denkst nicht nur an Regenrinne und *Rasen, sondern auch an deine Finanzen und deine Unabhängigkeit im Ernstfall. Gerade für Selbstversorger oder Haushalte mit eigenem Garten wird dieser ganzheitliche Blick im Winter entscheidend – wenn Strom ausfällt oder die Heizung streikt, brauchst du mehr als nur ein sauberes Dach.


Punkt 1: Wasserleitungen und Außenanlagen absichern

Hand schließt Außenwasserhahn neben geleerter Regentonne, im Hintergrund ein kahler Spätherbstgarten

Der Klassiker unter den Winterschäden: Eine nicht entleerte Wasserleitung platzt bei minus zehn Grad, das Wasser läuft tagelang unbemerkt in die Wand und du stehst vor einem vierstelligen Schaden. Außenhähne, Regentonnen und Gartenleitungen sind die kritischen Stellen. Drehe alle Außenwasserhähne zu, öffne sie danach kurz, damit Restwasser abfließen kann, und schließe die Absperrhähne im Keller. Regentonnen komplett entleeren und entweder umdrehen oder frostfrei lagern – selbst eine halb gefüllte Tonne kann bei Frost reißen.

Auch Gartenschläuche solltest du abklemmen, entleeren und trocken einlagern. Falls du einen Teich hast: Pumpe ausbauen oder tief genug versenken, damit sie nicht einfriert. Wer einen Brunnen oder eine Zisterne nutzt, sollte die Leitungen ebenfalls entleeren oder mit Frostschutz sichern. Dieser Check dauert maximal dreißig Minuten und spart dir im Ernstfall den Anruf beim Versicherer und beim Installateur.


Punkt 2: Heizung, Rohre und Thermostate prüfen

Die Heizung läuft ja – also alles gut, oder? Nicht ganz. Die meisten Ausfälle passieren, weil Heizkörper nicht entlüftet wurden, Thermostate klemmen oder Rohre im Keller ungedämmt bleiben. Geh einmal durch alle Räume und entlüfte die Heizkörper mit einem Entlüftungsschlüssel – du merkst es am Gluckern oder daran, dass sie nur oben warm werden. Danach den Wasserdruck am Kessel checken; wenn er zu niedrig ist, läuft die Anlage ineffizient und kann im schlimmsten Fall ausfallen.

Schau dir auch die Rohrleitungen im Keller oder in ungeheizten Räumen an. Ungedämmte Rohre verlieren Wärme und können bei extremer Kälte einfrieren. Rohrisolierung kostet ein paar Euro im Baumarkt und ist in einer Stunde angebracht. Falls du einen Holzofen oder Kaminofen nutzt: Schornstein fegen lassen, Holzvorrat checken und Anzünder bereithalten. Gerade in ländlichen Gegenden ist der Ofen oft die einzige Backup-Heizung, wenn der Strom ausfällt – und genau dafür musst du ihn einsatzbereit haben.


Punkt 3: Dach, Regenrinne und Fassade sichern

Person auf Leiter säubert verstopfte Regenrinne, unter dem Dach liegt ein ordentlicher Garten

Verstopfte Regenrinnen sind im Herbst normal – im Winter aber ein Problem. Wenn Laub und Zweige den Ablauf blockieren, staut sich Wasser, gefriert und sprengt im schlimmsten Fall die Rinne oder drückt unter die Dachziegel. Einmal mit der Leiter hoch, Handschuhe an und alles rausräumen. Falls du unsicher bist: Ein Dachdecker macht das für kleines Geld, und du sparst dir potenzielle Wasserschäden an der Fassade.

Kontrolliere auch lose oder verrutschte Dachziegel, besonders nach Herbststürmen. Schneelast ist in vielen Regionen kein Witz – wenn dein Dach schon angeschlagen ist, kann es im Januar kritisch werden. Auch die Fassade solltest du einmal abgehen: Risse, abblätternde Farbe oder poröse Fugen lassen Feuchtigkeit eindringen, die bei Frost zu Schäden führt. Diese Punkte klingen banal, aber sie sind die häufigsten Ursachen für teure Winterreparaturen.


Punkt 4: Finanzen und Verträge optimieren – Jahresendfristen nutzen

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Während sich die meisten um Regenrinnen kümmern, vergessen sie die Hunderte Euro, die sie mit ein paar gezielten Vertragschecks sparen können. Die Checkliste Jahresende Finanzen Deutschland ist kürzer, als du denkst – aber wirkungsvoll. Drei große Hebel: Kfz-Versicherung, Stromvertrag und Freistellungsaufträge.

Deine Kfz-Versicherung kannst du bis 30. November kündigen, wenn der Vertrag zum Jahresende läuft. Ein Vergleich auf den gängigen Portalen dauert zehn Minuten und bringt dir im Schnitt 200 bis 400 Euro Ersparnis pro Jahr – ohne Leistungsverlust. Gleiches gilt für Stromverträge: Viele Anbieter locken Neukunden mit Boni, und wer seit Jahren beim gleichen Versorger ist, zahlt oft drauf. Auch hier gilt: Vergleichen, wechseln, sparen.

Freistellungsaufträge für Kapitalerträge werden oft vergessen. Wenn du mehrere Konten oder Depots hast, solltest du prüfen, ob die Freibeträge optimal verteilt sind – sonst zahlst du unnötig Abgeltungssteuer. Falls du im laufenden Jahr außergewöhnliche Belastungen hattest oder Handwerkerrechnungen bezahlt hast: Belege sammeln und für die Steuererklärung vorbereiten. Auch Riester- oder Rürup-Beiträge kannst du oft noch bis Jahresende nachzahlen und steuerlich geltend machen.


Punkt 5: Vorräte, Notfallplan und Energie-Backup

Dieser Punkt klingt für manche nach Prepper-Paranoia – ist aber einfach vernünftig. Ein mehrtägiger Stromausfall im Winter ist selten, aber nicht unmöglich. Und wenn er kommt, bist du mit ein paar Basics entspannt. Meine Grundausstattung: Kerzen, Taschenlampen mit frischen Batterien, ein Campingkocher mit Gaskartuschen, haltbare Lebensmittel für drei bis fünf Tage und ausreichend Trinkwasser. Falls du einen Holzofen hast: Holzvorrat checken und trocken lagern.

Für Selbstversorger kommen noch ein paar Punkte dazu: Lagergemüse wie Kartoffeln, Zwiebeln und Kohl in Kisten im kühlen Keller aufbewahren, Eingemachtes kontrollieren, Regenwasserspeicher entleeren oder frostsicher machen. Auch ein simpler Notfallplan hilft: Wo sind wichtige Dokumente, Medikamente, Taschenlampen? Wer weiß im Ernstfall, wo der Hauptwasserhahn und die Sicherungen sind? Das dauert eine halbe Stunde, und du fühlst dich danach deutlich sicherer.


Typische Fehler, die dich im Winter teuer zu stehen kommen

Aus Erfahrung weiß ich: Die meisten Winterschäden passieren nicht, weil man nichts wusste – sondern weil man es aufgeschoben hat. Volle Regentonnen, unentlüftete Heizkörper, verpasste Kündigungsfristen, vergessene Freistellungsaufträge. Das sind die Klassiker. Ein weiterer Fehler: Rauchmelder nicht prüfen. Wenn du im Winter häufiger mit Kerzen, Ofen oder Heizlüftern arbeitest, sollten die Rauchmelder funktionieren – ein simpler Knopfdruck zeigt dir, ob die Batterie noch hält.

Auch unterschätzt: Die Verkehrssicherungspflicht. Wenn du Hausbesitzer bist, musst du im Winter Gehwege räumen und streuen – sonst haftest du bei Unfällen. Salz, Schneeschieber und Sand sollten griffbereit sein, bevor der erste Schnee fällt. Und: Plane nicht alles für den 30. November. Wenn du deine Checks auf Ende Oktober oder Anfang November legst, hast du Puffer für unerwartete Probleme – und gerätst nicht in Zeitnot.


So setzt du die Checkliste vor dem Winter um – Zeitplan und Prioritäten

Mein Vorschlag: Blockiere dir ein Wochenende Anfang November. Samstag nimmst du dir Punkt 1 bis 3 vor – also Wasser, Heizung, Dach. Das sind die physischen Checks, die du draußen und im Haus erledigst. Plane drei bis vier Stunden ein, je nachdem, wie groß dein Grundstück ist. Sonntag kümmerst du dich um Punkt 4 und 5 – Verträge, Finanzen, Vorräte. Das kannst du gemütlich am Schreibtisch machen, dauert ein bis zwei Stunden.

Falls du wenig Zeit hast: Priorisiere nach Schadensrisiko. Punkt 1 und 2 (Wasser und Heizung) haben das höchste Risiko für teure Schäden und sollten auf jeden Fall vor dem ersten Frost erledigt sein. Punkt 4 (Finanzen) hat feste Fristen – also ebenfalls nicht aufschieben. Punkt 3 und 5 kannst du notfalls auch noch Anfang Dezember nachholen, wenn das Wetter mitspielt.


FAQ

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Checkliste vor dem Winter?

Ende Oktober bis Mitte November ist ideal. Du hast noch milde Temperaturen für Außenarbeiten und genug Puffer, um Verträge rechtzeitig zu kündigen oder Handwerker zu beauftragen, falls etwas kaputtgegangen ist.

Muss ich alle Punkte auf der Checkliste vor dem Winter abarbeiten?

Nein, aber die ersten beiden (Wasser und Heizung) sind kritisch und sollten auf jeden Fall erledigt werden. Die anderen Punkte senken dein Risiko und sparen Geld – aber sie sind nicht existenziell, wenn die Zeit knapp ist.

Was kostet es, wenn ich die Checkliste ignoriere?

Ein geplatztes Wasserrohr kann 1.000 bis 3.000 Euro kosten, eine ausgefallene Heizung im Winter 500 bis 1.500 Euro Notdienst plus Reparatur. Verpasste Kündigungsfristen bei Versicherungen kosten dich 200 bis 400 Euro pro Jahr – Jahr für Jahr. Die Checkliste selbst kostet dich nur Zeit.

Brauche ich für alle Punkte auf der Checkliste Fachwissen?

Nein. Wasserhähne zudrehen, Regentonnen leeren, Heizkörper entlüften und Verträge vergleichen schaffst du ohne Vorkenntnisse. Bei Dach und Heizung kannst du im Zweifel einen Handwerker holen – aber die meisten Checks sind selbsterklärend.

Wie lange dauert die komplette Checkliste vor dem Winter?

Etwa einen halben Tag, wenn du zügig arbeitest. Punkt 1 bis 3 dauern zusammen drei bis vier Stunden, Punkt 4 und 5 ein bis zwei Stunden. Das ist überschaubar und spart dir später deutlich mehr Zeit und Geld.

Was gehört zur Checkliste vor dem Winter für Selbstversorger?

Zusätzlich zu den fünf Standardpunkten: Lagergemüse sortieren, Regenwassertanks entleeren oder frostsicher machen, Holzvorrat prüfen, Eingemachtes kontrollieren, Gewächshaus winterfest machen. Auch ein Backup für Strom (Notstromaggregat oder Solarpanel mit Batterie) kann sinnvoll sein.

Muss ich als Mieter auch eine Checkliste vor dem Winter abarbeiten?

Teilweise. Du bist nicht für Dach und Heizungsanlage verantwortlich – aber für das Entlüften der Heizkörper, das Leeren von Balkonkästen und Regentonnen und für die Verkehrssicherungspflicht, falls das im Mietvertrag vereinbart ist. Punkt 4 (Finanzen) gilt für dich genauso wie für Hausbesitzer.

Kann ich die Checkliste auch noch im Dezember abarbeiten?

Punkt 1 und 2 solltest du vor dem ersten starken Frost erledigen – danach wird es riskant. Punkt 4 hat feste Fristen (30. November für Kfz-Versicherung, 31. Dezember für Steuern), die kannst du nicht verschieben. Punkt 3 und 5 gehen notfalls auch noch im Dezember, solange kein Schnee liegt.

Lohnt sich die Checkliste auch für Single-Haushalte oder kleine Wohnungen?

Absolut. Punkt 1 fällt bei Wohnungen oft weg, aber Heizung entlüften, Verträge checken und Vorräte anlegen gilt für jeden Haushalt. Gerade Singles profitieren von optimierten Verträgen, weil die Ersparnis prozentual höher ist.

Welche Tools oder Apps helfen mir bei der Umsetzung?

Ich arbeite mit einer simplen Tabelle in Excel oder Google Sheets, in der ich alle Fristen, Vertragsdaten und Zählerstände notiere. Für Versicherungsvergleiche nutze ich Check24 oder Verivox, für Strom ebenfalls. Eine druckbare PDF-Checkliste kannst du dir selbst anlegen – oder du lädst dir eine Vorlage runter und passt sie an deine Situation an.



Fazit

Eine Checkliste vor dem Winter ist kein Luxus, sondern eine Investition in deine Ruhe und deinen Geldbeutel. Mit fünf klaren Punkten – Wasser, Heizung, Dach, Finanzen, Vorräte – deckst du die wichtigsten Risiken ab und sparst dir im besten Fall Tausende Euro an Reparaturen, verpassten Kündigungsfristen und Notfallkosten. Der Aufwand ist überschaubar, der Nutzen enorm. Nimm dir Anfang November ein Wochenende Zeit, arbeite die Liste konsequent ab und du gehst entspannt in den Winter – egal, was kommt. Und wenn du noch mehr Details zu einzelnen Punkten brauchst, schau dir die verlinkten Ratgeber an oder lass dich von einem Fachmann beraten. Aber fang an – jetzt, nicht erst, wenn der erste Frost da ist.

Bildquellen

  • Winterliche Totale eines Einfamilienhauses: Erde und Ernte
  • Hauswand mit Wasseranschluss: Erde und Ernte
  • Hausdach mit Regenrinne in halber Totale: Erde und Ernte
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