Rote Beete pflegen ist einfacher, als viele denken. Mit den richtigen Maßnahmen sorgst du dafür, dass die Knollen gleichmäßig wachsen, ihr typisches Aroma entfalten und sich über Monate hinweg lagern lassen. In diesem Beitrag erfährst du Schritt für Schritt, wie du Rote Beete optimal pflegst – vom richtigen Standort über das Gießen und Düngen bis hin zur Ernte und Lagerung.
Inhaltsverzeichnis
Der richtige Standort ist entscheidend
Um Rote Beete erfolgreich anzubauen, spielt der Standort eine zentrale Rolle. Wer Rote Beete pflegen will, sollte auf viel Sonne achten. Mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag sind optimal. Im Halbschatten entwickeln sich zwar auch Knollen, diese bleiben jedoch kleiner und weniger aromatisch.
Tipp: Entferne im Sommer hochwachsende Nachbarpflanzen, die Schatten werfen. So stellst du sicher, dass deine Rote Beete genügend Licht für eine kräftige Knollenbildung erhält.
Rote Beete pflegen durch richtiges Gießen

Eine der wichtigsten Aufgaben, wenn du Rote Beete pflegen möchtest, ist die richtige Wasserversorgung. Die Pflanzen brauchen gleichmäßig feuchte Erde, dürfen aber keinesfalls im Wasser stehen. Staunässe verursacht Wurzelfäule und reduziert die Lagerfähigkeit der Knollen.
- Gießrhythmus: 1–2 Mal pro Woche, je nach Wetter und Boden.
- Technik: Morgens oder abends direkt am Wurzelbereich gießen, um Verdunstung zu minimieren.
Unregelmäßiges Gießen kann dazu führen, dass Knollen platzen oder holzig werden – gleichmäßige Feuchtigkeit ist also entscheidend.
Düngung im richtigen Moment

Wer Rote Beete pflegen will, muss auch die Nährstoffversorgung beachten. Während der Knollenbildung im Sommer lohnt sich eine Nachdüngung.
- Organische Dünger: Kompost, gut verrotteter Mist oder Brennnesseljauche.
- Wichtig: Stickstoff nur in Maßen einsetzen. Zu viel davon fördert zwar das Blattwachstum, hemmt aber die Knollenbildung.
Ein ausgewogenes Nährstoffangebot mit Phosphor und Kalium sorgt dafür, dass die Knollen fest und lagerfähig bleiben.
Unkraut regelmäßig entfernen
Unkraut ist ein direkter Konkurrent um Wasser und Nährstoffe. Wer Rote Beete pflegen möchte, sollte deshalb regelmäßig jäten.
Tipp: Verwende eine Schuffel und arbeite flach, damit die Wurzeln der Roten Beete nicht verletzt werden.
Ein lockerer Boden verbessert außerdem die Durchlüftung, was den Pflanzen zusätzlich zugutekommt.
Rote Beete pflegen durch Mulchen
Eine Mulchschicht schützt den Boden vor dem Austrocknen und stabilisiert das Kleinklima. Für Hobbygärtner ist das eine besonders einfache Methode, Rote Beete pflegen zu können.
- Material: Stroh, Rasenschnitt oder gehäckseltes Laub.
- Höhe: 3–5 cm.
- Vorteil: Mulch hemmt Unkrautwuchs, hält den Boden feucht und verbessert langfristig die Bodenstruktur.
Schädlings- und Krankheitskontrolle
Auch wenn Rote Beete recht robust ist – bei der Pflege solltest du regelmäßig nach Schädlingen und Krankheiten schauen.
- Typische Schädlinge: Blattläuse, Rübenfliege.
- Natürliche Mittel: Schmierseifenlösung gegen Blattläuse, Mischkultur mit Zwiebeln oder Knoblauch zur Vorbeugung.
Krankheiten: Befallene Blätter mit Cercospora-Blattflecken sollten sofort entfernt und nicht kompostiert werden.
Profi-Tipp: Setze auf Fruchtwechsel. Wenn du jedes Jahr Rote Beete am gleichen Standort anbaust, steigt das Krankheitsrisiko. Besser: alle 3–4 Jahre wechseln.
Der perfekte Erntezeitpunkt

Rote Beete pflegen bedeutet auch, den richtigen Zeitpunkt für die Ernte nicht zu verpassen. Die Knollen sollten etwa faustgroß sein. Wartest du zu lange, werden sie schnell holzig.
- Erntetechnik: Mit einer Grabegabel vorsichtig lockern oder die Knollen per Hand herausziehen.
- Lagerung: Nur unbeschädigte Knollen einlagern. Blätter auf 2–3 cm kürzen und die Knollen in feuchtem Sand bei 0–2 °C lagern.
Unter diesen Bedingungen hält sich Rote Beete mehrere Monate und bleibt frisch.
Häufige Fehler beim Rote Beete pflegen
Damit deine Ernte gelingt, solltest du diese Fehler vermeiden:
- Zu viel Stickstoff → viele Blätter, kleine Knollen.
- Unregelmäßiges Gießen → rissige oder holzige Knollen.
- Zu späte Ernte → Verlust von Aroma und Qualität.
- Dauerfeuchtigkeit → Fäulnis und schlechte Lagerfähigkeit.
Du bist gefragt
Wie gehst du beim Rote Beete pflegen vor? Hast du eigene Erfahrungen mit Gießen, Düngen oder Mulchen gemacht? Teile deine Tipps in den Kommentaren und hilf anderen Gärtnern, noch bessere Ernten zu erzielen.
FAQ zu Rote Beete pflegen
Wie oft sollte man Rote Beete gießen?
Um Rote Beete pflegen zu können, braucht es einen gleichmäßigen Gießrhythmus: 1–2 Mal pro Woche ist ideal.
Welcher Dünger eignet sich für Rote Beete?
Kompost, gut verrotteter Mist oder Brennnesseljauche sind bewährte Möglichkeiten, um Rote Beete pflegen und kräftig wachsen lassen zu können.
Wann ist die beste Erntezeit?
Wenn die Knollen etwa faustgroß sind, meist ab Ende August bis Oktober. So verhinderst du holziges Gewebe.
Wie lagert man Rote Beete richtig?
Nach dem Ernten Blätter kürzen, nur unbeschädigte Knollen verwenden und in feuchtem Sand bei 0–2 °C lagern.
Bildquellen
- Nahaufnahme Gießkanne mit Roter Beete: Erde und Ernte
- Hände verteilen Kompost: Erde und Ernte
- frisch geerntete Rote Beete: Erde und Ernte
- Rote-Beete-Beet im Spätsommer: Erde und Ernte